ABC Inseln: Bonaire und Curacao; 20.02. - 28.02.2009

Bonaire; Kralendijk

Morgens um 9.00 Uhr machen wir an einer der Bojen in der Bucht von
Bonaire fest.
Für 10 US Dollar liegen wir hier gut geschützt und sehr zentral.
Bonaire soll das 3. beste Tauchrevier der Welt sein (Curacoa das 2.
Schönste). Überall sieht man daher die Segler mit Tauchausrüstung direkt
vom Schiff aus ins Wasser springen.
Wir schnappen unsere Schnorchelausrüstung uns springen ins Wasser.
Direkt unter unserer Ohana tummeln sich viele bunte Fische. Wir fühlen
uns wie in einem Aquarium.
Holger nutzt das klare Wasser, um den Rumpf etwas von dem Bewuchs zu
säubern. Die Fische freuen sich über die Nahrung, die auf sie herab
rieselt.
Im Supermarkt freuen wir uns über den holländischen Einfluss. Endlich
mal wieder Lakritz, Chips, leckeren Käse und Aufschnitt zu
erschwinglichen Preisen. Wir kaufen so viel wir tragen können. Die
Preise sind im Durschnitt wir in Deutschland. Alles andere ist
allerdings sehr teuer z.B. Internet für 10 min kosten stolze 10 US
Dollar.
Am Sonntag den 22.02. ist Karneval. Das müssen wir uns natürlich
ansehen. Mit lauter Musik zieht der Zug mit buntgeschmückten Wagen
durch die Hauptstraße. Die ganze Insel scheint sich hier versammelt zu
haben, um zu feiern.
Wir treffen hier die Kanadier Fiona und Don von der "Fido" sowie Gordon von der "Equinox".
Am Ende lernen wir noch die Engländer Amanda und Jason mit ihren beiden
Kindern Louis 2 Jahre und Jean Jaque 4,5 Jahre kennen. Mit ihrem
Katamaran "Pegasus" planen sie Mitte März in den Pazifik zu segeln. Nach
ein paar Sundowner-Drinks gibt Mailin ihren neuen (erkälteten) Freuden
einen Abschiedskuß, hoffentlich hat das keine Folgen…

In Cartagena wollen wir uns wieder treffen.



























































Curacao; Spanisch Water

Nach einer sehr zügigen Überfahrt erreichen wir die Bucht Spanish Water.
Die Einfahrt führt sehr weit ins Innere und ist sehr eng und ungemütlich
zu befahren. Häufig gibt es flache Stellen sowie Surfer und Optimisten
die Rechts und Links an einem vorbei schießen.
Das Centrum Willemstad ist nett mit seiner holländischen Optik. Es gibt
nette Einkaufstraßen mit bekannter Designermode.
Wir nutzen den kostenlosen Bustransfer vom Hafen zum nächsten Supermarkt
und decken uns nochmal mit all den netten Leckereien ein.
In der Bucht treffen wir auch die schweizer Yacht "Laika" mit Rita und
Frank wieder, die wir bereits aus Las Palmas kennen. Wir verabreden uns
gemeinsam nach Cartagena zu segeln.
Am Donnerstag rüsten wir uns für 3 Tage Passatsegeln und ziehen schon
mal die 2. Genua auf. Vorher muss noch alles sicher verstaut werden und
Spiel-und Bastelsachen werden für die folgenden 3 Tage bereitgelegt.
Wir freuen uns sehr auf die Stadt Cartagena, die zu den schönsten
Städten Südamerikas gehören soll.



























Fotogalerie Los Roques - Venezuela

unser erster Wal!
ca 10 Meter vom Schiff entfernt schwamm er langsam an uns vorbei.



























































































































Venezuela - Los Roques; 15.02. - 19.02. Übertrifft alles!!!!

Lange hatten wir überlegt, ob wir den National Parque Archiepelago de
Los Roques ansteuern sollen. Die Informationen über die Ein- und
Ausklarierungsformalitäten waren so unterschiedlich. Ganz spontan haben
wir uns dann doch dafür entschieden und sind richtig froh. Was uns hier
erwartet übertrifft wirklich nochmal alles, was wir bisher gesehen
haben. Bei der Ankunft in El Gran Roque werden wir von einem Schwarm
Pelikane begrüßt. Mailin läuft ganz aufgeregt auf dem Deck hin und her
und ruft immer wieder ; guck mal, Pelikan". Am Ankerplatz sind
schließlich hunderte Pelikane, die es sich auch auf unserem Schiff
gemütlich machen.
Wir machen uns dann auf den Weg zum Einklarieren und sind gespannt, was
uns dort erwartet. Dank Mailins Lächeln dürfen wir tatsächlich 5 Tage
in diesem Paradies bleiben.
(normalerweise nur 1-2 Tage, da wir zuvor nicht am Festland Venezuela
einklariert haben und somit nur im Transit sind). Das Einklarieren
zeigte sich einfacher als erwartet. Tatsächlich mussten wir auf dieser
kleinen Insel 3 Behörden ablaufen, um die gewünschten Stempel zu
erhalten.
Los Roques besteht aus 42 kleinen Inseln, ungefähr 250 Sandbänken und
Korallenriffen über einer Gesamtfläche von 24 x 36 km mit 1.200
Einwohner.
Wir entdecken hier einen hübschen kleinen Ortskern mit netten Boutiquen,
Pensionen und Restaurants am Strand. Wir haben das Gefühl, mitten in
Südamerika zu sein. Die Venezuelaner sind etwas reservierter, aber
freundlich. Auch die Schiffe am Ankerplatz sind exotischer. Neben uns
liegt die SY Nirai mit Shige & Riri aus Japan, sie waren bereits in
Alaska mit ihrem Schiff.
Man kann es hier ein wenig mit den Tobago Cays vergleichen, nur deutlich
größer,schöner, ohne Boat Boys und deutlich weniger Schiffen.
Kaum haben wir die Hauptinsel El Gran Roque verlassen und den Anker in
der U-förmigen Inselgruppe Francisquis geworfen, packen wir unsere
Badesachen und setzen mit unserem Schlauchboot über zu einen der tollen
einsamen Strände.
Wir sind beeindruckt von dem glasklaren türkisfarbenen Wasser und dem
extrem feinen weißen Sand. Mailin weiß gar nicht, was sie zu erst machen
sollen schwimmen oder im Sand buddeln.
Da wir leider noch kein Glück beim Angeln hatten, nutzen wir die Chance
als ein Fischerboot direkt neben uns ankert. Holger tauscht 5 Dosen Bier
gegen 3 Kilo Fisch, den wir uns mit Gordon & Ann von Equinox aus
Schottland teilen und die nächsten 2 Tage geniessen.
Am Freitag ist unsere Zeit abgelaufen und für uns geht es dann weiter
nach Bonaire.

Grenada; 31.01.2009

Freitag machten wir uns an einem völlig verregneten Tag auf nach Carriacou. In der Tyrell Bay verbrachten wir die Nacht.
Am nächsten Morgen holten wir den Anker um 7.30 Uhr ein. Wiedermal erwischte uns ein Squall. Mailin und ich haben uns schnell in den Salon zurückgezogen. Holger musste im Cockpit die Stellung halten.

(5 min. nach der Aufnahme fing es häftig an zu regnen und es folgten Böen mit 30kn)


Schnell war der Schauer aber vorbei und wir sind die 35 Seemeilen bis Grenada zügig durchgesegelt. 6-7 Knoten sind zu unserer durchschnittlichen Geschwindigkeit geworden.
Entlang der Westküste von Grenada segelten wir in den Hafen von St. George, der Hauptstadt von Grenada. Im Hafen entschieden wir uns, erst einmal zu ankern. Kaum war der Anker gefallen, wurden wir schon freudig von Björn und Eva von der Tatt av vinden empfangen. Wir verabredeten uns für den Nachmittag am Strand.
Auf Grenada fand die Grenada Sailing Week statt. Am Strand waren einige Stände aufgebaut und mit Livemusik wurde gefeiert.
Abends waren wir mit Eva und Björn in der Stadt essen. Die Kombüse blieb heute mal kalt.




Grenada; Sonntag 01.02.2009

Nach 2 Tagen klarte es endlich wieder auf und die Sonne ließ sich mal wieder blicken.
Wir machten uns einen entspannten Sonntag und sind etwas mit dem Schlauchboot durch den Hafen geschippert. Hier liegen wir sehr geschützt, mit deutlich weniger Wind. Endlich können wir auch mal trocken im Schlauchboot umherfahren.
Am Nachmittag machten wir uns daher auf den Weg zum Strand, um uns dort die Veranstaltungen anzusehen. Man hatte das Gefühl die ganze Insel hat sich am Strand versammelt. Mailin war nur am Staunen und hat ganz aufmerksam, den einheimischen Kindern beim Spielen zu gesehen. Es macht sich schon bemerkbar, dass Grenada zu den größeren Karibikinseln gehört. Den Einheimischen scheint es, finanziell sehr gut zu gehen. Besonders die Frauen sind sehr modisch gekleidet. Wir haben uns super wohl gefühlt zwischen den Einheimischen, die uns immer wieder freundlich anlachten.



Den Abend haben wir zusammen mit Eva und Björn beim Gläschen Wein ausklingen lassen.
Die beiden haben von Mailin noch eine kleine Deutschstunde erhalten. Inhalt: „Conni am Strand“ und „Rapunzel von den Gbr. Grimm“.

Grenada; Montag 02.02.2009

Um 10.00 Uhr verlegten wir in die Port Louis Yacht Marina, direkt neben dem Ankerplatz.Der Liegeplatz kostet 60 EC die Nacht. Beim Einklarieren haben wir nicht schlecht gestaunt als wir 120 EC bezahlen mußten.

Holger hat für den Nachmittag einen Termin mit einem Mechaniker. Wir hoffen wir können hier noch einige Arbeiten durchführen lassen.
Außerdem haben wir heute unseren neu erstandenen Windgenerator (KISS) abgeholt. Den wird Holger in den nächsten anbauen. Dadurch ersparen wir uns hoffentlich den tragbaren Generator. Der wurde in den letzten Wochen ganz ordentlich in Anspruch genommen; täglich 2-3 Std. (vorallem ist er sehr laut)

Grenada; Mittwoch 04.02.2009

Heute erkundeten wir die Insel mit einem Minibus. Mit dabei waren Eva und Björn von der Tatt av vinden. Um 9.00 Uhr ging es los.



Das Inselinnere wird landwirtschaftlich intensiv genutzt. Trotz der landwirtschaftlichen und touristischen Nutzung hat die Insel ihre Ursprünglichkeit nicht verloren.





Das Wahrzeichen der Gewürzinsel ist die Muskatnuss.

Unser Fahrer hat uns vieles über die Muskatnuss und ihrer Verwendung erzählt. Ihre Schale wird z.B. für Kosmetika wie Lippenstift und Nagellack verwendet.
Immer wieder hat er am Straßenrand angehalten und hat uns an Blättern, Baumrinde etc. riechen oder schmecken lassen.



Kennengelernt haben auch:

Zimt, Ingwer, Vanille, Gewürznelken, Koriander, Knoblauchbusch, Zitronengras, Kakaobohnen, Lorbeerblätter, Grapefruit, Sternfrucht.




In Grenville, der zweitgrößten Stadt von Grenada, besuchten wir die größte Muskatnussfabrik der Insel. Dort wurde uns alles über die Verarbeitung der Muskatnuss erklärt.
(durch den Hurrikan Ivan 2004 wurden viele Muskatnussbäume zerstört, was dazu führte, das viele der Fabriken schließen mussten).


















Zum Abschluss der Tour erfolgte noch eine Besichtigung von der Westerhall Rum Distillery (zur Freude von Holger). Am Ende des Rundganges gab es einen kleinen Verkaufsraum. Für die Südsee sollten wir erstmal ausreichend Rum haben.













Es war ein tolles Erlebnis und wir haben viel gelernt über die Gewürze und Früchte dieser schönen Insel.








Grenada; Donnerstag 05.02.2009

Heute war ein erfolgreicher Tag. Der Kiss Generator ist fertig montiert, wir mussten noch eine Verlängerung an unser Gestellt bauen, da die Flügel etwas länger sind als der Vorgänger. Ansonsten wäre er gegen die Wanten gestoßen.
Der Mechaniker konnte unsere defekte Leckölleitung für den Motor schweißen und wieder einbauen. Und viele andere Kleinigkeiten wurden erfolgreich beendet. So sollten wir gut für die Südsee gewappnet sein.


Grenada; Samstag 07.02.2009 - Independence Day!!!

Uns fällt auf, dass überall die Landesfarben gelb, grün und rot zu finden sind. Angemalte Häuser, wehende Wimpel oder auffälligen Kopfschmuck. Heute feiert Grenada 35ten Geburtstag seiner Unabhängigkeit. Da die Insel uns gut gefällt planen wir hierzubleiben und die Feierlichkeiten live mitzuerleben.
Am 07. Februar machen wir uns daher mit den Einheimischen auf zum großen Nationalstadion. Wir beobachten Militärparaden, hören der Rede vom Ministerpräsident zu.
Alles läuft sehr ruhig und ohne große Euphorie ab. Aber die Einheimischen schauen sichtlich stolz zu sein.Die Insel hat schon eine spannende Vergangenheit hinter sich: 1498 entdeckt Kolumbus Grenada. 1650 übernehmen französische Siedler aus Martinique im Tausch gegen Werkzeuge die Insel. Dies gefällt den einheimischen Kariben gar nicht und sie rebellieren gegen die neuen Besitzer. Vergebens. 1651 geben die letzten Indianer auf, indem sie sich gemeinsam von einer Klippe in den Freitod stürzen. Anschließend kämpfen Franzosen und Briten immer wieder um Grenada, bis es 1783 endgültig den Briten zufällt. Während der französischen Revolution folgt ein fünfzehnmonatiger Aufstand. Sklaven brandschatzen die gesamte Insel und töten nahezu alle britischen Siedler. Erst 1830 erholt Grenada sich wirtschaftlich, weil der Anbau von Muskatnüssen, dem heutigen Wahrzeichen Grenadas, und anderen Gewürzen - im wahrsten Sinne des Wortes - erste Früchte trägt. Somit dauert es letztendlich rund 400 Jahre bis Westindien seine erste Gewürzinsel beheimatet.





Für uns heißt es nun langsam Abschied nehmen von dieser schönen Insel mit den freundlichen Bewohnern.


Auf dem Markt decken wir uns mit frischen Obst und Gemüse ein. Schwer beladen geht es dann zurück zur Ohana. Nächstes Ziel heißt Bonaire.

Union Island; Clifton Harbour – 28.01.2009



Geplant war ein kurzer Stopp zum Ausklarieren. Aber uns gefällt es hier so gut, dass wir noch etwas länger bleiben wollen. Wir sind angenehm überrascht von dem netten kleinen und ursprünglichen Städtchen. Es hat eine kleine Infrastruktur, sogar mit kleinem Flughafen.

Tobago Cays; Marine Park - 26.01.2009

Auf dem Weg zu den Tobago Cays war es dieses Mal etwas ungemütlicher. Uns erwischten auf der kurzen Strecke tatsächlich 2 Squalls. Nach 4 Std. erreichten wir die Inselgruppe Tobago Cays und wurden sofort entschädigt.
So stellt man sich die Karibik vor. Glasklares türkisfarbenes Wasser mit kleinen Palmenstränden. Mailin war am meisten von den Wasserschildkröten fasziniert, die direkt vor ihr zum Luftholen auftauchten.




Wir nutzten die Gelegenheit und kauften uns hier einen Hummer. Der arme Kerl musste noch ein paar Stunden bei uns an Deck in der Pütz aushalten, bis wir ihn zum Abendessen zubereiteten.
Völlig unbeeindruckt stürzte Mailin sich lieber auf die Spaghetti mit Tomatensoße.









Wir genossen dieses Paradies 3 Tage, dann machten wir uns auf nach Union Island zum Ausklarieren.





Die Einheimischen, die tagsüber mit ihren Motorbooten von Segelboot zu Segelboot schippern, um Obst und Souvenirs zu verkaufen.